Laut der arabischsprachigen Zeitung al-Youm al-Saba haben die USA in den vergangenen Tagen unter dem Vorwand der Sicherung ihrer Botschaft 150 Marineinfanteristen in die Hauptstadt Sanaa geflogen. Am Sonntagabend sollen außerdem 200 US-Panzerfahrzeuge über die Hafenstadt al-Hudeida in den Jemen gekommen sein und anschließend den Weg nach Sanaa eingeschlagen haben.
Nach der Erstürmung der US-Botschaft in Sanaa und der Verbrennung der US-Flagge hat das US-Verteidigungsministerium beschlossen seine Militärkräfte im Jemen zu stationieren, und dies offiziell bekannt gegeben. Darauf folgten Proteste aus der Bevölkerung und von Politikern. Die Lage in den islamischen Ländern ist ohnehin schon getrübt: Das Parlament im Jemen erließ eine Erklärung und forderte die USA im scharfen Ton auf, die Aufführung des islamfeindlichen Videos zu verhindern und sich bei den Muslimen offiziell zu entschuldigen. Mit dem Einmarsch der amerikanischen Soldaten haben sich nun die Proteste verschärft.